Irgendwo muss jetzt Frühling sein,
Während unsre Armut in Mansarden näht
Und vor den Türen schwarzes Kreischen steht
Stirbt ein Andante in den Gärten
Irgendwo träumen von uns ferne Länder,
Während um uns dumpfe Höfe bleichen.
Und sind Gesänge, die uns nie erreichen,
Und Lächeln gehen wie blonde Monde auf.
Man hat ins us der Welt gestellt
Wie Vasen auf den alternden Kommoden,
Die offenen Munds
Nach roten Sommern frieren.
Und nimmt uns Einer spät in seine Hand
Und stößt mit seinem Wort daran,
Dann brechen wir wie altes Porzellan
Mit dem Ton vergangenen Jahrhunderts.
Gedicht von Claire Goll aus dem Lyrikband "Wie bunt entfaltet sich mein Anderssein" von Anna Rheinsberg
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